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Signalakquise Ressource 25 · Stand 28.07.2026

Die Zahlen sind gut. Es fehlt nur der Zeuge.

Für dieses Kit wurden siebzehn deutsche B2B-Seiten geladen und vermessen, darunter acht direkte Akquise-Anbieter. Der Befund ist einheitlicher, als man erwarten würde. Diese Ressource führt sechs Muster, die sich über fast alle acht ziehen und wozu man sie benutzen kann, wenn man selbst einen Anbieter auswählt.

Kanalunabhängig Aufwand: Mittel

01, Die Einordnung

Warum hier keine Namen stehen

Diese Auswertung nennt keinen Anbieter beim Namen. Der eine Grund ist rechtlich: Eine namentliche, wertende Gegenüberstellung von Wettbewerbern ist im deutschen Wettbewerbsrecht eine eigene Angriffsfläche, und wir haben keinen Grund, sie zu eröffnen.

Der andere ist inhaltlich: Der Befund ist ein Muster, kein Einzelfall. Wenn dieselbe Lücke bei sieben von acht Anbietern auftritt, ist sie eine Eigenschaft des Markts und nicht das Versäumnis einer Firma. Für jemanden, der einen Anbieter auswählt, ist genau das die brauchbare Information, er weiß dann, wonach er fragen muss.

Was untersucht wurde: Aufbau und Länge der Startseite, Belege und ihre Nachprüfbarkeit, Handlungsaufrufe, Sprachregister, Preisangaben und Produktdarstellung. Was nicht untersucht wurde: die Qualität der tatsächlichen Arbeit. Eine Website ist kein Leistungsnachweis, in keine Richtung.

02, Das Werkzeug

Sechs Muster

Der Befund über acht Anbieterseiten Marktrecherche · Stand 27.07.2026
MusterWie verbreitetWarum es zählt
01Belege ohne Zeugen6 von 8Der inhaltlich stärkste Anbieter zeigt gute Fallstudienzahlen, 21 Termine, 210.000 € Pipeline, 12 Wochen und benennt keinen einzigen Kunden dazu. Zwei Anbieter haben überhaupt keine Belege
02Nur ein Handlungsaufruf, und der ist der teuerste7 von 8„Termin vereinbaren“ ist der einzige angebotene Schritt. Zwischen dem ersten Kontakt und dem Erstgespräch liegt nichts. Eine Ausnahme bietet eine Analyse an
03Länge als Ersatz für ArgumentmehrereDie längste Seite braucht 23.884 Bildpunkte für rund neun Inhaltseinheiten und spielt eine Sektion zweimal identisch aus. Zum Vergleich: Ein Rüstungshersteller verkauft sich auf 7.979
04Kein Designsystem5 von 8Sichtbare Baukasten-Voreinstellungen, zwei bis drei Schriften je Seite, vier bis acht unkoordinierte Farben. Einer nutzt Arial, einer den unveränderten Blauton einer fremden Vorlage
05Die Kategorie wird verkauft, nicht der Anbieter2 von 8Eine Startseite beantwortet „Was ist eine Vertriebsagentur?“ und erwähnt sich selbst ab Position 13. Diese Seiten sind für Suchmaschinen gebaut, nicht für Leser
06Kein einziger zeigt sein Produkt8 von 8Kein Signal-Feed, keine Kontenliste, keine Auswertung. Stattdessen Ablaufdiagramme aus Symbolen und Fotos von Menschen mit Kopfhörer

Der eine Satz, der im ganzen Feld am glaubwürdigsten war

Er stammt von einem der acht und lautet sinngemäß: Eine seriöse Agentur kann keine Abschlüsse zusagen. Zusagen lassen sich qualifizierte Gespräche mit Entscheidern. Die Selbstbegrenzung ist der Vertrauensbeweis und sie ist zugleich die rechtlich haltbare Formulierung, weil der Erfolg wesentlich vom Kunden abhängt.

Sieben Fragen, die daraus folgen

01

Zu welcher Ihrer Zahlen können Sie mir den Kunden nennen? Wenn zu keiner, ist die Zahl kein Beleg.

02

Was ist der Schritt vor dem Erstgespräch? Wer keinen hat, verlangt die größte Zusage zuerst.

03

Zeigen Sie mir Ihr Werkzeug, nicht Ihr Diagramm. Wer sein Produkt nicht zeigen kann, hat womöglich keins.

04

Was genau zählt bei Ihnen als Termin? Zugesagt, wahrgenommen, oder qualifiziert, das sind drei verschiedene Preise.

05

Was passiert, wenn der Termin ausfällt? Die Antwort trennt Modelle sofort.

06

Wem gehören die Daten am Ende? Zielmarkt, Einstufung und Dokumentation sollten beim Kunden bleiben.

07

Woran erkenne ich nach acht Wochen, ob es funktioniert? Wer darauf nur Aktivität nennt, misst nicht das Ergebnis.

Diese Fragen sind auch an uns zu richten. Eine Auswertung des Wettbewerbs, die den eigenen Anbieter ausnimmt, ist Werbung. Die Antworten auf alle sieben stehen an anderer Stelle in dieser Bibliothek und auf unserer Seite.

03, Das durchgerechnete Beispiel

Eine Anbieterprüfung in vierzig Minuten

Wie man drei Angebote nebeneinanderlegt, ohne sich von der Aufmachung leiten zu lassen. Konstruiertes Beispiel für den Ablauf, nicht für die Ergebnisse.

Das Prüfraster 8 Zeilen · je Anbieter ausfüllen
PrüfpunktWas zähltWas nicht zählt
01Belege mit NamenEin nachprüfbarer Kundenname je ZahlLogowände ohne Zahlen, Zahlen ohne Namen
02Bezugsrahmen je ZahlZeitraum, Branche, Ausgangslage„über 500 Termine“
03Definition des TerminsSchriftlich, vier Bedingungen„qualifiziert“ ohne Erklärung
04AbrechnungsauslöserWas genau löst eine Rechnung ausPauschale ohne Ergebnisbezug
05KanalWelcher Kanal, und warum dieser„alle Kanäle“
06DokumentationWas wird je Kontakt festgehaltenZusicherungen ohne Beschreibung
07DatenübergabeWas bleibt beim Kunden, wenn Schluss istkeine Angabe
08ZwischenschrittGibt es etwas vor dem Erstgesprächnur „Termin vereinbaren“

Acht Zeilen, drei Anbieter, vierzig Minuten. Der Wert liegt nicht in der Summe, sondern in den Leerstellen: Wo bei einem Anbieter drei Felder leer bleiben, ist die Entscheidung meistens schon gefallen, nicht weil er schlecht wäre, sondern weil man nicht vergleichen kann, was nicht gesagt wurde.

Was ein Termin über die verschiedenen Wege kostet, lässt sich in der Kostenrechnung durchrechnen, auch das gehört in ein solches Raster.

Diese Ressource stammt aus der Werkstatt von signalakquise.de, signalbasierte Neukundenakquise: bezahlt wird der Termin, nicht der Versuch.

Zum Nachschlagen: Die 76 Kaufsignale mit Quelle und Frist